Robert Cogoi

Robert Cogoi (* 25. Oktober 1939 in Châtelet; eigentlich Mirko Kogoj) ist ein belgischer Sänger.

Kogoj wurde 1939 in Belgien als Sohn jugoslawischer Eltern geboren. 1961 nahm er an einem Gesangswettbewerb teil und bekam daraufhin seinen ersten Plattenvertrag mit Philips sowie ein Engagement bei RTL. 1962 belegte er den ersten Platz beim Grand Prix International des Variétés im Casino von Ostende. Kurz darauf erhielt er in Frankreich eine goldene Schallplatte für 100.000 verkaufte Exemplare seiner Single Si un jour. 1964 wurde er intern vom wallonischen Fernsehsender RTB ausgewählt, Belgien beim Eurovision Song Contest zu vertreten. Als Beitrag wurde die vom Sänger selbst geschriebene Ballade Près de ma rivière gewählt. Beim Wettbewerb in Kopenhagen erhielt er zwei Punkte (einen aus Monaco und einen aus Portugal) und erreichte damit einen geteilten zehnten Platz unter 16 Teilnehmern. Er veröffentlichte bis Ende der 1960er Jahre weitere Singles. In Kanada hatte er mit den Titeln L’église, Pas une place pour me garer und Je m’sens très seul kleinere Erfolge. 1976 wirkte er als Komponist und Darsteller bei dem belgischen Film Les arpents dorés mit. Nachdem er sich für viele Jahre aus dem Showgeschäft zurückgezogen hatte, hatte er einen Gastauftritt beim belgischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2005.
1956: Mony Marc; Fud Leclerc | 1957: Bobbejaan Schoepen | 1958: Fud Leclerc | 1959: Bob Benny | 1960: Fud Leclerc | 1961: Bob Benny | 1962: Fud Leclerc | 1963: Jacques Raymond | 1964: Robert Cogoi | 1965: Lize Marke | 1966: Tonia | 1967: Louis Neefs | 1968: Claude Lombard | 1969: Louis Neefs | 1970: Jean Vallée | 1971: Jacques Raymond & Lily Castel | 1972: Serge & Christine Ghisoland | 1973: Nicole & Hugo | 1974: Jacques Hustin | 1975: Ann Christy | 1976: Pierre Rapsat | 1977: Dream Express | 1978: Jean Vallée | 1979: Micha Marah | 1980: Telex | 1981: Emly Starr | 1982: Stella | 1983: Pas de deux | 1984: Jacques Zegers | 1985: Linda Lepomme | 1986: Sandra Kim | 1987: Liliane Saint-Pierre | 1988: Reynaert | 1989: Ingeborg | 1990: Philippe Lafontaine | 1991: Clouseau | 1992: Morgane | 1993: Barbara Dex | 1995: Frédéric Etherlinck | 1996: Lisa del Bo | 1998: Mélanie Cohl | 1999: Vanessa Chinitor | 2000: Nathalie Sorce | 2002: Sergio & the Ladies | 2003: Urban Trad | 2004: Xandee | 2005: Nuno Resende | 2006: Kate Ryan | 2007: The KMG’s | 2008: Ishtar | 2009: Copycat | 2010: Tom Dice | 2011: Witloof Bay | 2012: Iris | 2013: Roberto Bellarosa | 2014: Axel Hirsoux | 2015: Loïc Nottet | 2016: Laura Tesoro

Wallerdorf (Rain)

48.6236411.00357479Koordinaten: 48° 37′ 25″ N, 11° 0′ 13″ O
Wallerdorf ist ein Ortsteil der Stadt Rain im Landkreis Donau-Ries, der zum Regierungsbezirk Schwaben in Bayern gehört. Zur Gemarkung Wallerdorf gehören noch das Dorf Hagenheim und die Einöde Agathenzell.

Wallerdorf liegt 12 km südöstlich von Rain auf der Hochfläche des Unteren Lechrains der Aindlinger Terrassentreppe. Naturräumlich gehört es also zur Donau-Iller-Lech-Platte, die wiederum Teil des Alpenvorlandes ist, eine der Naturräumlichen Haupteinheiten Deutschlands.
Der Ort liegt an der Kreisstraße DON 30 von Rain (Lech) über Bayerdilling bis zur Landkreisgrenze zum Landkreis Aichach-Friedberg, wo diese als Kreisstraße AIC 27 in Kühnhausen in die nach Pöttmes führende Staatsstraße ST 2047 mündet. Hagenheim liegt knapp südwestlich, Agathenzell nordöstlich von Wallerdorf.
Die Nachbarorte von Wallerdorf und Hagenheim sind die Holzheimer Ortsteile Bergendorf, Todtenheim und Pessenburgheim im Westen, Strauppen und Wächtering im Nordwesten und Norden, der Ehekirchener Ortsteil Haselbach im Osten und der Pöttmeser Ortsteil Reicherstein im Südosten. Westlich von Wallerdorf, direkt nach Agathenzell, liegt das gemeindefreie Staatsforstgebiet Esterholz.
Der Name bedeutet so viel wie „Dorf des Waldo“. Erstmals wird Wallerdorf 1147 erwähnt: In einer Urkunde des Klosters Indersdorf wird ein „Conradus de Walderdorff“ als Zeuge in einer Besitzübergabe genannt. Als Ort wird Wallerdorf erstmals im Wittelsbacher Herzogsurbar von 1280 unter Amt Rain erwähnt. Danach besaßen sowohl die bayerischen Wittelsbacher-Herzöge als auch die Judmann aus Rohrenfels Besitztümer und Zehente in Wallerdorf. Einen der herzöglichen Höfe schenkte Ludwig der Bayer 1322 dem Kloster Niederschönenfeld, das 1330 auch den Judmann-Zehent kaufte. 1580 besaßen sowohl das Kloster Niederschönenfeld, das Kloster Bergen (ab 1616 Jesuitenseminar Neuburg) als auch die Deutschordenskommende Blumenthal Besitztümer. 1800 besaßen auch die Adelsgeschlechter der Hörwarth auf Aiterberg, Grafen von Berchem und Sandizell Höfe in Wallerdorf.
Die Kuratie Wallerdorf mit der Kirche Sankt Nikolaus gehört zur Pfarrgemeinde Holzheim. Chor und Turm der Kirche stammen aus dem Jahre 1500, das Kirchenschiff von 1872.
Bis zum 1. Juli 1972 gehörte Wallerdorf als selbstständige Gemeinde zum Landkreis Neuburg an der Donau und fiel dann mit der Gebietsreform in Bayern an den Landkreis Donau-Ries, der bis zum 1. Mai 1973 die Bezeichnung Landkreis Nördlingen-Donauwörth trug. Am 1. Januar 1975 wurde der Ort in die Stadt Rain eingegliedert.
Bayerdilling | Etting mit Brunnen, Kopfmühle und Tödting | Gempfing mit Schlagmühle und Überacker | Mittelstetten mit Neuhof | Oberpeiching mit Sägmühle | Rain | Sallach | Staudheim | Unterpeiching | Wächtering mit Hausen, Holzmühle, Nördling und Strauppen | Wallerdorf mit Agathenzell und Hagenheim

Egelsee (Feldkirch)

Der Egelsee ist ein See im österreichisch-liechtensteinischen Grenzgebiet zwischen dem Feldkircher Ortsteil Tosters und der liechtensteinischen Gemeinde Mauren. Durch den See verläuft die Staatsgrenze zwischen der Republik Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein.
Ursprünglich ein Gletscherrandsee wurde er gegen 1830 von Alois Negrelli, der zu dieser Zeit als junger Wasserbauingenieur in Vorarlberg tätig war, trockengelegt und war anschließend ein Sumpfgebiet. Im Jahr 2011 wurde zwischen dem Land Vorarlberg und dem Fürstentum Liechtenstein vereinbart, den Egelsee nach fast 200 Jahren wieder zu reaktivieren, um Überschwemmungen auf liechtensteinischer Seite zu vermeiden. Das Bauprojekt wurde im Jahr 2013 fertiggestellt. Im Rahmen der Baukosten von etwa 2,9 Millionen Euro, die von der Republik Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein anteilig getragen wurden, wurde der See zum Rückhalteweiher ausgebaut und ein neuer Rad- und Spazierweg um diesen herum errichtet. Der Egelsee sorgt nunmehr mit einem Gesamtrückhaltevolumen von 40.000 m³ für den Hochwasserschutz der liechtensteinischen Gemeinden Eschen und Mauren.

Stephen Gionta

Stephen Gionta (* 9. Oktober 1983 in Rochester, New York) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler, der seit 2010 bei den New Jersey Devils in der National Hockey League unter Vertrag steht. Sein älterer Bruder Brian Gionta ist ebenfalls professioneller Eishockeyspieler.

Stephen Gionta begann seine Karriere als Eishockeyspieler in seiner Heimatstadt bei den Rochester Junior Americans, für die er in der Saison 1999/2000 in der Juniorenliga North American Hockey League aktiv war. Anschließend spielte er zwei Jahre lang für das USA Hockey National Team Development Program in der United States Hockey League sowie der NAHL. Von 2002 bis 2006 besuchte er das Boston College und spielte parallel für dessen Eishockeymannschaft in der National Collegiate Athletic Association. 2003 wurde er in das All-Academic-Team der Hockey East gewählt, 2005 gewann er mit dem Boston College die Hockey-East-Meisterschaft. Gegen Ende der Saison 2005/06 gab der Flügelspieler sein Debüt im professionellen Eishockey, als er mit einem Probevertrag ausgestattet in drei Spielen für die Albany River Rats aus der American Hockey League fünf Tore und eine Vorlage erzielte.
Von 2006 bis 2010 spielte Gionta für die Lowell Devils in der American Hockey League. Anschließend erhielt er im August 2010 einen Vertrag als Free Agent bei den New Jersey Devils aus der National Hockey League, für die er in der Saison 2010/11 allerdings nur zwölf Spiele bestritt, während er überwiegend für deren neues AHL-Farmteam Albany Devils zum Einsatz kam. Den Großteil der folgenden Spielzeit verbrachte er erneut bei den Albany Devils in der AHL, ehe er kurz vor den Playoffs in den NHL-Kader der New Jersey Devils berufen wurde.
Für die USA nahm Gionta an der U18-Junioren-Weltmeisterschaft 2001 teil. Im Turnierverlauf erzielte er in sechs Spielen zwei Tore. Bei der Weltmeisterschaft 2013 in Stockholm und Helsinki gehörte Gionta der Herren-Nationalmannschaft an und gewann mit dieser die Bronzemedaille.
Stand: Ende der Saison 2014/15
Torhüter: Keith Kinkaid | Cory Schneider  Verteidiger: Andy Greene (C) | Adam Larsson | Jon Merrill | John Moore | David Schlemko | Damon Severson | David Warsofsky  Angreifer: Joseph Blandisi | Reid Boucher | Michael Cammalleri (A) | Ryane Clowe | Patrik Eliáš (A) | Bobby Farnham | Stephen Gionta | Adam Henrique (A) | Jacob Josefson | Sergei Kalinin | Tyler Kennedy | Kyle Palmieri | Tuomo Ruutu | Devante Smith-Pelly | Jiří Tlustý | Jordin Tootoo | Travis Zajac (A)  Cheftrainer: John Hynes  Assistenztrainer: Alain Nasreddine | Geoff Ward   General Manager: Ray Shero

Gehrden (Brakel)

51.6561111111119.1213888888889168Koordinaten: 51° 39′ 22″ N, 9° 7′ 17″ O
Lage von Gehrden in Brakel
Die Titularstadt Gehrden ist eine Ortschaft der Stadt Brakel im Kreis Höxter (Nordrhein-Westfalen).

Gehrden liegt 26 km Luftlinie südöstlich Paderborns und 10 km Luftlinie südlich der Kernstadt Brakel in dem zum Oberen Weserbergland gehörenden Oberwälder Land östlich des Eggekamms 170–180 m über dem Meer in geräumiger, windgeschützter und fruchtbarer lößbedeckter Mulde der Öse inmitten eines hügelig bewegten, auf den Kuppenhöhen bewaldeten Bauernlandes. Östlich des Ortes durchfließt die Nethe die Gehrdener Flur, parallel verläuft die Ostwestfalenstraße.
Die Nachbarorte von Gehrden sind:
Städte in der Nähe: Brakel ca. 10 km, Bad Driburg ca. 14 km, Borgentreich circa 16 km, Warburg ca. 20 km, Höxter ca. 30 km,
Der Ort wurde 868 erstmals als „Nortgardinum et Suithgardinum“ erwähnt und bestand damals aus den beiden Siedlungen Nordgehrden und Südgehrden, heute wüst, die schon zu Pfarreien erhoben und dem benachbarten Stift Heerse zehntpflichtig waren. Das 1134 von der Kirche zu Heerse in Iburg bei Driburg gegründete Benediktinerinnenkloster wurde ca. 1136 vom Paderborner Bischof Bernhard nach Gehrden verlegt; nach einer anderen Urkunde geschah die Verlegung erst 1142. Fortan werden die umliegenden Dörfer und Höfe im Schutz der mächtigen Klostermauern umgesiedelt.
Aus der Zeit um 1200 stammt die Tür mit reichem Eisenbeschlag im Nordportal der Kirche. Die 1180 fertiggestellte romanische Klosterkirche ist das einzige noch erhaltene Gebäude dieser Zeit, da die Klostergebäude im 17. Jahrhundert durch modernere Bauten ersetzt wurden. Die Kirche ist eine der wenigen Kreuzkirchen Deutschlands und in ihrem Turm läutet eines der ältesten Stiftsgeläute Westfalens.
1319 erhielt Gehrden Stadtrechte. Die Stadtsiedlung lehnte sich an die Nordseite des Klosters an, der Hauptstraßenzug verlief in west-östlicher Richtung. Außer einigen Spuren war von der Stadtbefestigung bereits 1803 nichts mehr vorhanden.
1456 war Gehrden Versammlungsort der Paderborner Landstände.
Bis zur Auflösung des Fürstbistums Paderborn unterstand die Stadt der Gerichtsbarkeit des Rentamts Dringenberg im Oberamt Dringenberg.
1810 wurde das Kloster im Zuge der Säkularisation aufgelöst und von Graf Bocholtz-Asseburg zu Niesen, der Zeremonienmeister von Jérôme Bonaparte. Er ließ das Kloster teilweise abreißen und baute es zu einem Schloss aus. Das Gebäude wechselte daraufhin mehrmals den Besitzer und war ab 1965 lange Jahre im Besitz des Familienerholungswerks des Erzbistums Paderborn. Heute beherbergt es ein Hotel.
Napoleon bildete 1807 das Königreich Westfalen und teilte es in Departments ein. Die Hauptstadt wurde Kassel. Gehrden erhielt einen Canton-Mairie (Kantonsbürgermeister). Der Kanton umfasste neben der Stadt Gehrden die Dörfer Siddessen, Frohnhausen, Auenhausen, Hampenhausen, Massenhausen, Schmechten, Rheder, Natingen, Niesen und Fölsen. Mit der Gründung des Kreises Warburg 1816 wurde Gehrden Verwaltungssitz des Amtes Gehrden, das 1856 mit dem Amt Dringenberg zum Amt Dringenberg-Gehrden vereinigt wurde.
1832 wurde das Dekanat Gehrden eingerichtet, das bis 1976 bestand. Mit Auflösung des Kreises Warburg und des Amtes Dringenberg-Gehrden durch das Sauerland/Paderborn-Gesetz mit Wirkung vom 1. Januar 1975 wurde Gehrden in die Stadt Brakel eingegliedert. Gehrden behielt den Status einer Titularstadt.
Gehrden hat 939 Einwohner (Stand Dezember 2015).
Gehrden ist ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf. Dennoch haben sich im Gewerbegebiet östlich von Gehrden einige handwerkliche Betriebe niedergelassen.
Das Feriendorf und das Schloss in Gehrden machen im gesamten Stadtgebiet Brakel die Mehrheit der Übernachtungen aus. Seit 2006 ist Gehrden zudem ein staatlich anerkannter Erholungsort. Das Familienerholungswerk im Schloss hat 2011 Insolvenzantrag gestellt
Auenhausen-Frohnhausen-Hampenhausen | Beller | Bellersen | Bökendorf | Brakel | Erkeln | Gehrden | Hembsen | Istrup | Rheder | Riesel | Schmechten | Siddessen

Qutb-Schāhī-Sultanat

Das Qutb-Schāhī-Sultanat (persisch سلطنت قطب شاهی, DMG salṭanat-i Quṭb Šāhī) war eines der fünf Dekkan-Sultanate, die aus dem indischen Bahmani-Sultanat hervorgingen. Es wurde 1512 gegründet und bestand bis zur Unterwerfung durch das Mogulreich im Jahre 1687. Hauptstadt war zunächst Golkonda, ab 1590 dann Hyderabad.
Das Qutb-Schāhī-Sultanat hatte eine schiitische Ausrichtung. Außerdem siedelten sich ab der Mitte des 16. Jahrhunderts viele Sufis hier an. Die Qutb-Schāhī-Sultane zeigten der überwiegend hinduistischen Bevölkerung gegenüber große Toleranz und förderten Kunst und Literatur, sowohl in der einheimischen Sprache Telugu, als auch in Urdu und Sanskrit. In häufig wechselnden Bündnissen mit anderen Dekkan-Sultanaten sowie dem südlich angrenzenden Hindu-Reich Vijayanagar führten sie mehrere Kriege gegen Bijapur und Ahmadnagar.
Wie für alle indischen Reiche war für das Qutb-Schāhī-Sultanat die Grundsteuer die wichtigste Einnahmequelle. Die Steuereintreiber mussten auf Auktionen das Recht ersteigern, in bestimmten Gebieten überhaupt Steuern eintreiben zu dürfen. Um die hohen Gebotszahlungen auszugleichen zu können, wurden den Bauern enorm hohe Abgaben auferlegt. Die Landbevölkerung lebte daher in vergleichsweise größerer Armut als etwa die Bauern im Mogulreich.

Quli Qutb Shahi (reg. 1496–1543), Begründer des Qutb-Schāhī-Dynastie, war ein Abenteuer aus dem turkmenischen Clan der Qara Qoyunlu und wurde 1496 von Mahmūd Gawān zum Gouverneur von Telangana, der Ostprovinz des Bahmani-Sultanats, ernannt. 1512 spaltete er seine Provinz vom zerfallenden Bahmanidenreich ab und ernannte sich selbst zum Sultan.
Unter Ibrāhīm Qutb Schāh (reg. 1550–1580), der das Sultanat stabilisierte, kam es zu einer Einwanderung von sunnitischen Sufis nach Golkonda. 1564 war Ibrāhīm unter den vier Sultanen, die sich gegen Vijayanagar verbündeten. Ein Jahr später nahm es an der Schlacht von Talikota teil, in der das Hindureich Vijayanagar vernichtend geschlagen wurde. Ab 1575 expandierte das Reich in die nordöstlich des Godavari gelegenen Gebiete, ab 1578 drang es auf Kosten Vijayanagars über den Krishna nach Süden vor.
Muhammad Quli (reg. 1580–1612) verließ die überbevölkerte Festung von Golkonda und gründete 1589 östlich davon am rechten Ufer des Flusses Musi seine neue Hauptstadt Hyderabad. Die Wahl fiel auch deswegen auf diesen Ort, weil sich dort das Grab (mazār) von Schāh Tscharāgh (st. 1543) befand, eines verehrten schiitischen Sufi-Heiligen, der hier unter Brahmanen gelebt hatte. 1595–1596 ließ Muhammad Quli in Hyderabad ein Krankenhaus (dār-i šifāʾ) mit zwei Etagen und achtzig Zimmern errichten. Zu dem Komplex gehörten auch eine Madrasa, eine Moschee, ein Karawanserei und ein Hammām. Während der Herrschaft von Muhammad Quli ließen sich viele Sufis in Hyderabad nieder, so der aus Baghdad stammende Qādirīya-Sufi Schāh Schiblī, sowie verschiedene Anhänger des schiitischen Niʿmatullāhīya-Ordens. Der Chishtiyya-Sufi Husain Schāh Walī, der schon unter Ibrāhīm eingewandert war, legte zwischen Hyderabad und Secunderabad den künstlichen See Husain Sagar anlegte. Als Muhammad Qulis Premierminister (pešwā) fungierte Muhammad Mu’min aus Astarabad, der bereits vorher am Hof von Schah Tahmasp I. als Prinzenerzieher gedient hatte. Er wirkte an der Planung der neuen Hauptstadt mit und errichtete 1605 in Saydabad, einem Vorort von Hyderabad, eine Moschee mit einem Karawanserail.
Auf militärischer Ebene war Muhammad Quli nicht so erfolgreich. Ein Feldzug gegen das nördliche Nachbarreich Bastar 1610 schlug fehl. Ab dem frühen 17. Jahrhundert sah sich das Qutb-Schāhī-Sultanat zudem einer wachsenden Bedrohung durch das auf den Dekkan expandierende nordindische Mogulreich ausgesetzt, doch konnte es sich gemeinsam mit Bijapur und Ahmadnagar noch zwischen 1615 und 1621 gegen die Moguln behaupten.
Auch unter der langen Herrschaft von ʿAbdallāh Qutb Schāh (reg. 1626–1672) spielten Gelehrte aus Iran noch eine wichtige Rolle, so zum Beispiel Ibn Chātūn al-Āmulī (st. 1649), ein Neffe des bekannten Gelehrten Bahāʾ al-dīn al-ʿĀmilī. Er stieg unter ʿAbdallāh zum Premierminister auf und förderte die Zwölfer-Schia. Allerdings wurde ʿAbdallāh 1636 nach einer Invasion durch den Moghul-Herrscher Shah Jahan dazu gezwungen sich symbolisch zu unterwerfen und in der Freitagspredigt die zwölf Imame durch die sunnitischen Kalifen und den Moghul-Herrscher zu ersetzen.
Immerhin konnte aber Mīr Dschumla, ein persischer Kaufmann, der unter ʿAbdallāh als General diente, 1646 Chandragiri, die Hauptstadt des stark geschwächten Vijayanagar, für das Qutb-Schāhī-Sultanat erobern. Mīr Dschumla stieg daraufhin zu einer einflussreichen Größe am Hof des schwachen Sultans auf. Als ʿAbdallāh Maßnahmen ergriff, um Mīr Dschumlas Machtzuwachs und persönliche Bereicherung zu beschränken, bot dieser seine Dienste den Moguln an. ʿAbdallāh ließ Mīr Dschumla Sohn einsperren, was Aurangzeb, dem Sohn des Großmoguls Shah Jahan, als Vorwand diente, im Januar 1656 zu einem neuerlichen Feldzug gegen die Qutb-Schāhīs aufzubrechen. Hyderabad wurde eingenommen und geplündert. Die darauffolgende Belagerung der Festung Golkonda wurde jedoch vorzeitig abgebrochen, da ʿAbdallāh gegen eine hohe Summe einen Frieden erwirkte.
Während der Herrschaft von ʿAbdallāh Qutb Schāh wanderte einer der exzentrischsten Mystiker aus Delhi nach Hyderabad ein, Barahna Schāh, der „nackte König“, der so hieß, weil er üblicherweise nackt durch die Straßen ging. Er hatte eine große Anhängerschaft unter den iranischen Händlern von Hyderabad. Parast Chān, ein Wesir des Hofes, errichtete ihm ein Mausoleum. Eine weitere bedeutende Persönlichkeit seiner Herrschaftszeit war Nizām ad-Dīn Ahmad Gīlānī (1585–1653) ein persischer Anhänger der Illuminationsphilosophie, der zunächst im Dienst des Mogul-Höflings Mahābat Chān gestanden hatte. Er kam auf Einladung von ʿAbdallāh nach Golkonda und verfasste für ihn zahlreiche Werke zur Medizin, Logik und zu den Naturwissenschaften.
Die vorübergehend wiederhergestellte volle Selbstständigkeit endete 1677: Golkonda war durch die andauernden Kriege gegen das Mogulreich derart geschwächt, dass es erneut dessen nominelle Oberhoheit anerkennen musste, obwohl es einem eindringenden Heer noch einmal hatte standhalten können. Einer erneuten Invasion wenige Jahre später hatte das Sultanat jedoch nichts mehr entgegenzusetzen. 1685 wurde Hyderabad zum zweiten Mal von Mogultruppen erobert und geplündert. Im September 1687 fiel nach achtmonatiger Belagerung schließlich auch die Feste Golkonda. Sultan Abul Hasan Qutb Shah wurde gefangengenommen und sein Reich dem der Moguln einverleibt.
Auf dem Boden Golkondas entstand 37 Jahre später der ebenfalls islamische Staat Hyderabad.

Siegmund Schlichting

Siegmund Schlichting (* 4. Januar 1853 in Isinger, Kreis Pyritz; † 5. April 1924 in Stettin) war ein deutscher Komponist. Er komponierte die Stettiner Kreuzpolka.
Siegmund Schlichting war ein Sohn des späteren Superintendenten Karl Ferdinand Schlichting. Die Familie siedelte bald nach Beyersdorf über, wo er zur Schule ging. Ab 1862 besuchte er das Gymnasium in Pyritz. Bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges ging er als Freiwilliger zum Stargarder Ersatzbataillon und nahm als Angehöriger der Besatzungsarmee am Krieg teil. Nach Kriegsende nahm er eine Lehrstelle in einer Stettiner Buchhandlung an. Er arbeitete nach der Lehre zeitweise in einer Kieler Buchhandlung und in der Schweriner Hofmusikalienhandlung.
Als seine Mutter starb, kehrte er für längere Zeit nach Beyersdorf zurück. Hier komponierte er 1879 – nach Angaben des Verlages 1882 – seine Beyersdorfer Kreuzpolka, die zunächst auf einem Dorffest in Beyersdorf, bald in den umliegenden Ortschaften aufgeführt wurde. Im Januar 1883 wurde die Partitur vom Stettiner Verlag Paul Witte unter dem Titel Stettiner Kreuzpolka herausgegeben. Das Stück wurde in Mitteleuropa sehr populär und fand, mit regional unterschiedlichen, zum Teil drastischen Texten versehen, vielfache Verbreitung. Eine der bekanntesten Imitationen des Tanzes ist die 1887 erschienene Berliner Kreuzpolka von Rudolf Daase mit dem Text von A. Schmarsow „Siehst du wohl, da kimmt er“.
Ab 1880 arbeitete Siegmund Schlichting für die Lebensversicherung Germania in Stettin. Zu deren 50-jährigem Jubiläum komponierte er einen Festmarsch. 1913 ging er wegen eines Augenleidens in den Ruhestand. Er arbeitete aber während des Ersten Weltkriegs erneut für die Versicherung.

Henri Villat

Henri René Pierre Villat (* 24. Dezember 1879 in Paris; † 19. März 1972) war ein französischer Angewandter Mathematiker, der sich mit theoretischer Strömungslehre befasste.
Er kam aus bescheidenen Verhältnissen und verlor mit sechs Jahren seinen Vater. Er ging in Caen zur Schule. 1899 begann er an der École normale supérieure zu studieren, wobei er sich auf theoretische Mechanik spezialisierte. Er lehrte nach seinem Abschluss an einem Gymnasium in Caen, wurde dann Maître des conférences in Montpellier. Er promovierte 1911 in Montpellier (Sur la résistance des fluides) bei Émile Picard (und Louis Brillouin) und befasste sich nicht nur mit Angewandter Mathematik, sondern auch mit griechischer Philologie (der Anthologia Palatina) und besuchte darin einen Kongress in Athen. 1919 wechselte er an die nunmehr französische Universität Straßburg und 1927 wurde er Professor für Hydrodynamik an der Sorbonne. Er wurde dort Direktor des Instituts für Mechanik und entwickelte sich eine enge Zusammenarbeit mit der vom französischen Luftfahrtministerium geförderten Aerodynamik-Forschung (die Albert Caquot ab 1929 koordinierte).
Er unterrichtete auch an der Ecole d´Aeronautique und an der Ecoles Normales Supérieures de Sèvres, einer Universität für Frauen, an der er nicht nur Mathematik, sondern auch Philosophie lehrte.
1932 wurde er Mitglied der Académie des sciences, deren Präsident er 1948 war.
1920 organisierte er den Internationalen Mathematikerkongress in Straßburg und er war bis zu seinem Tod Herausgeber des Journal de Mathématiques pures et appliquées, das er vor dem Niedergang rettete. Er gab auch das Memorial des Sciences Physique heraus (Gauthier-Villars, ab 1928). 1946 leitete er den 6. Internationalen Kongress für Mechanik in Paris.
Zu seinen Doktoranden zählen Jean Leray, Henri Cabannes und der Rumäne Caius Iacob.

Touro (A Coruña)

Touro ist ein Municipio, eine Parroquia und ein Ort in der Provinz A Coruña der Autonomen Gemeinschaft Galicien, im Norden von Spanien. Die 3778 Einwohner (Stand 1. Januar 2015) leben auf eine Fläche von 115,34 Km2, 83,30 Kilometer von der Hauptstadt A Coruña entfernt.

Wallburgen aus der Zeit der Castrokultur belegen die frühe Besiedlung der Gemeinde. Die Besiedlung der Region ist bis zur Zeit der Römer nachgewiesen. Die erste namentliche Erwähnung stammt aus dem 12. Jahrhundert, wo der Weg der Pilger von Diego Gelmírez im Codex Calixtinus über Touro beschrieben wird.
Eine Vielzahl von Veranstaltungen in der ganzen Gemeinde finden sich hier, im Veranstaltungskalender der Gemeinde.
Der Camino Francés führt seit Alters her durch die Gemeinde, was deutliche Spuren hinterlassen hat. Zahlreiche Pilgerherbergen sind entlang des Weges.
Der Gemeinderat wird alle vier Jahre gewählt, die Sitze sind wie folgt verteilt:
Quelle: Spanisches Innenministerium
Quelle: INE-Archiv – grafische Aufarbeitung für Wikipedia
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Gujarati

Gesprochen in
gu
guj
guj
Gujarati (ગુજરાતી, f., gujarātī, [guʤəˈrɑːtiː], Sprache von Gujarat) gehört zum indoarischen Zweig der indoiranischen Untergruppe der indogermanischen Sprachen.
Es wird von mindestens 45 Millionen (2002) Menschen als Muttersprache gesprochen. Hauptverbreitungsgebiet ist der indische Bundesstaat Gujarat, von dessen Einwohnern 84 % Gujarati als Muttersprache sprechen. Größere Zahlen von Gujarati-Sprechern gibt es auch im Raum Mumbai (Bombay). Ferner wird Gujarati seit der britischen Kolonialzeit in verschiedenen afrikanischen Staaten sowie in jüngerer Zeit von Auslandsindern in den Golfstaaten, Großbritannien und den USA gesprochen. Gujarati dient als Amtssprache im Bundesstaat Gujarat sowie in den Unionsterritorien Dadra und Nagar Haveli sowie Daman und Diu. Auf überregionaler Ebene ist es als eine von 22 Nationalsprachen Indiens anerkannt.
Wie viele Sprachen Indiens hat Gujarati eine eigene Schrift, die Gujarati-Schrift. Diese ist der Devanagari-Schrift recht ähnlich, jedoch fehlt bei der Gujarati-Schrift der charakteristische obere Querbalken (vgl. z. B. Gujarati ત und Devanagari त für ta).

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